Schüssler Salze

Das späte 19. Jahrhundert hat einige revolutionäre und bis heute erfolgreich angewandte Therapien hervorgebracht.

Die bedeutendsten waren die Homöopathie mit ihrem „Schöpfer“ Samuel Hahnemann, die Ordnungstherapie des Pfarrers Sebastian Kneipp und nicht zuletzt die Mineralstofftherapie des Arztes Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler.

Dr. Schüssler arbeitete schon einige Jahre erfolgreich als homöopathischer Arzt, als er 1873 einen Artikel in einer Zeitschrift für Homöopathie veröffentlichte unter der Überschrift: „Eine abgekürzte homöopathische Therapie.“ Er war überzeugt, daß Störungen im Stoffwechsel der Zelle überwiegend auf einen Mangel an einem oder mehreren Mineralstoffen zurückzuführen sei. Werden diese Stoffe dem Körper zugeführt, kommt der Organismus wieder ins Gleichgewicht. Aufgrund seiner fundierten Kenntnisse der Antlitzdiagnose war Dr.Schüssler davon überzeugt, daß der Mangel an den einzelnen Mineralsalzen jeweils deutliche Spuren in Textur und Farbe der Gesichtshaut hinterläßt.

Wörtlich schrieb er, dass ihm die "allgemein üblichen Arzneien entbehrlich geworden seien, seit er nun mit zwölf anorganischen Stoffen, das heisst physiologischen Funktionsmitteln des Organismus arbeite und dass man mit diesen Mitteln auf kürzestem Wege zur Heilung gelangen könne." Es handelt sich dabei um zwölf anorganische Mineralsalze, die sich in Blut und Gewebe befinden. Die zwölf Salze reduzierte er später auf elf, seine Schüler fügten jedoch das zwölfte Salz wieder hinzu.

Nach seinem Tod kamen allmählich zwölf weitere Mineralsalze zum Einsatz, die sogenannten „Ergänzungsmittel“, in den letzten Jahren sind noch drei weitere dazugekommen.

Ursachen für den Mangel eines oder mehrerer Mineralstoffe können zum Beispiel sein:

In diesen Fällen kann man mit der Einnahme von Mineralstoffen die Reparatur kranker Zellen sowie den Abtransport von Giftstoffen fördern.

Dr. Schüsslers Entdeckungen wurden später von zahlreichen Forschern bestätigt.

Schüsslers Mineralsalze sind keine Minerale, wie sie etwa in Nahrungsmitteln vorkommen. Würde man dem Körper Mineralstoffe gänzlich unverdünnt zuführen, könnten schädliche Ablagerungen und sogar Krankheiten bei falscher Dosierung entstehen. Sie sind potenziert, d.h. homöopathisch aufbereitet und wirken im Sinne eines Einschleusungs- und Verteilungs-Effekts. Sie sorgen dafür, dass sowohl die jeweiligen Bestandteile aus der Nahrung als auch die Inhaltsstoffe von möglichen Nahrungsergänzungsmitteln vom Körper besser aufgenommen und dorthin geleitet werden, wo der Organismus sie benötigt.

Schüssler-Salze gibt es als Pastillen, Globuli, Tropfen und Salbe.


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